Fragen

Werd’ ich noch jung sein,
oh Gott,
wenn ich älter bin?

Werd’ ich noch teilhaben
am Leben
meiner Familie, meiner Freunde?

Wird mich noch interessieren,
was geschieht
in meiner Stadt,
in dieser Welt?

Oder zieh’ ich mich zurück
und frage mich bei allem:
Lohnt sich die Mühe?

Mache mir Mut,
oh Gott,
damit ich neugierig werde und bleibe
auf das Abenteuer,
alt zu werden.

A. Wohn

 


 

Bäume – Bilder meines Lebens

In unserer Baumgalerie finden Sie die Bilder einiger Bäume zum Anschauen und Nachdenken. Wir möchten Sie einladen, im Betrachten der Bäume, Ihr eigenes Leben zu bedenken. Die Fotos stammen von Anneliese Wohn.

Bäume stehen schon immer als Symbol für den Menschen und das menschliche Leben. „Ein Mann wie ein Baum“, bezeichnet einen großen, starken Mann. Der Stammbaum greift das Bild des Baumes auf, um die verwandtschaftlichen Verhältnisse in allen Verästelungen zu zeigen und die Herkunft der Familie anschaulich zu machen.

Junge Bäume werden gepflegt und großgezogen, alte Bäume stehen für hohes Lebensalter. Der krumm gewachsene Baum weist auf das, was uns im Leben krumm werden lässt. Wenn der Wind durch die Baumkrone braust, nehmen wir dies als Bild für das, was uns im Leben anweht.

Bäume werden wesentlich älter als Menschen, und so stehen sie auch für das, was über unser Leben hinausweist. Mit ihren Wurzeln sind sie fest im Boden verankert mit ihren Ästen strecken sie nach dem Himmel aus.

Der Baum in der Bedeutung des Lebensbaumes hilft uns, das eigene Leben zu bedenken:

  • Was sind meine Wurzeln? Woraus beziehe ich meine Kraft? Worin bin ich verwurzelt?
  • Was gibt mir Halt, lässt mich aufrecht gehen/stehen?
  • Was sind die Früchte meines Lebens?
  • Gibt es auch nicht Gelebtes?
  • Welche Vögel sind in meinem Baum zu Gast, haben dort ihr Nest gebaut?
  • Wohin strecke ich mich aus? Nach was sehne ich mich?

   

Foto